Aktion

Am 23. Mai 2017 versammeln sich Bürgerinnen und Bürger jeglichen Alters um 11.55 Uhr für etwa eine Stunde an zentralen Plätzen in unseren Städten (in Stuttgart auf dem Schlossplatz). Es soll ein möglichst buntes, vielfältiges Abbild unserer pluralen Gesellschaft entstehen. Indem die Versammelten die auszuteilenden bunten Gegenstände (z. B. bunte Stimmkarten DIN A3 mit GG/Artikel oder Präambel GG.) hochhalten, bekennen sie Farbe für Demokratie und eine offene Gesellschaft.

Die Versammelten sollen durch ihre Anwesenheit für sich sprechen. Eine Moderation und eine Versammlungsleitung begleitet die Aktion. Im Vorfeld bemühen die Aktionspartner sich, Menschen zu finden, die schlaglichtartig erzählen, was bestimmte Artikel des Grundgesetzes für sie bedeuten. Konkrete Erfahrungen wären dabei ansprechender als theoretische Sätze. Zum bunten Charakter trägt bei, dass die Partner durch Kleidung, Fahnen, Symbole sichtbar sind. Auch Livemusik als ein Element ist denkbar; gerade wenn auch darauf gezielt wird, einen spontanen „TeilnehmerInnenchor“ zu bekommen. Durch die Lage in der Mittagszeit sollen möglichst viele Menschen, gerade auch Berufstätige oder Schülerinnen und Schüler, erreicht werden.

Für Stuttgart gibt es daher die Idee, „Laugenparagraphen“ zu verteilen, um den Charakter einer aktiven Mittagspause zu verstärken.

Zum geplanten Charakter der Versammlung:

Im Vordergrund und Fokus stehen Personen und ihre positiven Erfahrung mit den Grundrechten, nicht Institutionen. Es soll keine Kundgebungen durch hohe Repräsentanten und Funktionäre geben.

Das entscheidende der Versammlung ist das entstehende bunte Gesamtbild und die Erfahrung gemeinsamen Engagements für unsere Demokratie. Deshalb soll auch die Opposition zu populistischen Tendenzen nicht selbständiges Thema sein. Sie ergibt sich aus den positiven Wertbekenntnissen. Für den Erfolg der Aktion ist es unabdingbar, zivilgesellschaftliche Organisationen und Zusammenschlüsse, Kirchen, Gewerkschaften, Betriebe, Verbände, Sportvereine, Gremien etc. zur Mitwirkung zu ermuntern.

Die Parteien sind als Partner bewusst nicht einbezogen, um den Vorwurf oder die Gefahr eines Vorwahlkampfes zu Lasten des eigentlichen Zieles zu vermeiden.