Argumentieren – Vorsicht, Falle!

Vorsicht, Falle!
Argumentationstricks und wie man darauf reagieren kann

Inhalt:
01. Einfache Lösungen und Populismus
02. Stimmungsmache, Alarmismus, Hysterisierung und Hetze
03. Angebliches Notrecht und Doppelmoral
04. Sich selbst widersprechen
05.  Man wird ja wohl noch sagen dürfen …
06. Die (laute/schweigende) Mehrheit hat Recht
07.  Geschlossenes Weltbild
08.  Sich zum heldenhaften (tragischen) Opfer machen
09.  Angriffe auf die Person und »Hate speech«
10. Ablenkung und »Whataboutism«
11. Verunsichern durch abseitige Gegenfragen
12. Falsche Autorität
13. Falsche Verallgemeinerung
14. Falsche Unterstellung
15. Falsche Alternative
16. Falsche Ableitung
17. Falsche Kompromisse
18. Voraussetzen, was zu beweisen wäre
19. Tradition ist kein Argument ? Innovation auch nicht
20. So lange nerven, bis keiner mehr widerspricht

 

1. Einfache Lösungen und Populismus

An Formulierungen wie »Man muss doch einfach nur …«, erkennt man Konzepte und Argumente, die für meist komplexe politische und gesellschaftliche Herausforderungen (zu) einfache Lösungen anbieten: »Man muss nur den französischen Franc wieder einführen, dann gedeiht die Wirtschaft wieder.«, oder »Man muss einfach die Grenzen zumachen.« Dass dies nur Sprüche sind, die emotionale Botschaften übermitteln und Zustimmung zu einer Stimmung erzeugen sollen, ist leicht zu überprüfen, wenn man einfach nachfragt: »Wie genau stellen Sie sich die Grenzschließung vor? Soll eine Mauer gebaut werden? Und was soll mit Menschen geschehen, die die Grenze trotzdem zu überschreiten versuchen?« Oft wird hier mit dem »gesunden Menschenverstand« argumentiert: »Der gesunde Menschenverstand sagt einem doch schon, dass …« Unterstellt wird dabei fälschlicherweise, dass einfache und intuitive Meinungen und Schlussfolgerungen richtiger sind als differenzierte Ansätze. Dies ist natürlich nicht der Fall, sie können auch ›einfach falsch‹ sein.

Unter Populismus ist dabei nicht nur eine emotionalisierte, ›populäre‹ oder auch vereinfachende Politik zu verstehen, sondern ein Grundansatz, der die bestehende politische Ordnung als verkommen und von dubiosen Eliten auf Kosten »des Volkes« beherrscht ablehnt und dagegen reklamiert, »das Volk« oder »das echte Volk« zu vertreten, seine Bedürfnisse und Wünsche zu kennen und ihnen durch eine »echte Demokratie« zum politischen Durchbruch zu verhelfen.

Die Tatsache, dass nur überschaubare Teile der Bevölkerung sich diesen Bewegungen anschließen, wird entweder durch den Trick mit der »schweigenden Mehrheit« oder den Trick der Selbstinszenierung als »Opfer« erklärt oder damit, dass die Mehrheit in ihrem Erkenntnisprozess einfach noch nicht reif für die wegweisenden Ideen der Populisten sind. Ein populistischer Politikstil legt es von sich aus auf klare Schwarz-Weiß- bzw. Freund-Feind-Unterscheidungen an: »Wir Guten gegen die Bösen.« Er beabsichtigt Spaltung und Verhetzung von Menschengruppen als selbstverständliches Mittel des politischen Kampfes.

»So denken die Leute. Aber das wissen die Eliten nicht.«
 »Interessant. Woher wissen Sie, wie ›die Leute‹ denken?
Also, ich denke so nicht und gehöre auch zu den Leuten.«

 

2. Stimmungsmache, Alarmismus, Hysterisierung und Hetze

Nur weil jemand begeistert von einer Sache schwärmt oder sich aufregt oder total betroffen von etwas ist oder in Tränen ausbricht, hat er nicht automatisch recht. Wer schreit, hat allerdings eigentlich immer unrecht. Melden Sie zurück, dass Sie die Emotionen ernst nehmen, aber dass Sie über das Thema diskutieren wollen, z. B. »Ich nehme wahr, dass Sie dieses Thema persönlich sehr berührt/aufregt/betroffen macht. Können wir trotzdem versuchen, sachlich weiter zu diskutieren?«

Emotionalisierung wird als ›Stimmungsmache‹ gerne in der politischen Auseinandersetzung verwendet. Dabei werden Gefühle stimuliert, ohne dass noch nach Argumenten oder Fakten gefragt würde, die die Zuhörer zu bestimmten Werthaltungen oder Handlungen führen sollen. Das Dumme an Gefühlen ist: Man kann über sie nicht diskutieren. Gefühl hat man oder hat sie nicht, sie können nicht wahr oder falsch sein, und niemand kann sie einem absprechen. Gefühlen ist dann auch mit Fakten kaum beizukommen.

Ein weiterer Trick ist, Menschen in hysterische Aufregung zu versetzen und dies gleichzeitig als besondere politische Wachheit zu deklarieren und zu genießen. Jemand, der sich nicht in diesen Alarmzustand versetzen lässt, hat dann einfach den Ernst der Lage noch nicht verstanden oder ist politisch blind.

Hysterisierung und Alarmismus können benutzt werden, um die Akzeptanz eines »Ausnahmezustands« zu fördern, der dann auch den Bruch mit anderen Regeln rechtfertigen kann (siehe unter »Doppelmoral«). Wer Sorgen und Ängste provoziert, Wut oder Rachegefühle weckt, oder wer Menschen in Aufregung versetzt und zu Affekthandlungen verführt, wer hetzt und Stimmung macht, verlässt die Grundlage einer sachlichen politischen Auseinandersetzung.

»Sie wollen das nicht sehen, aber der Islam ist gewalttätig. Es ist höchste Zeit, dass man da eine Grenze zieht. Wenn es nicht schon zu spät ist. Die Merkel lässt die ja alle rein.«
»Sie fühlen sich bedroht. Dass die Terroranschläge Sie verunsichern, kann ich verstehen. Trotzdem gibt es genauso solche und solche Muslime wie es solche und solche Christen gibt.«

 

3. Angebliches Notrecht, Ausnahmezustand und Doppelmoral

Wer sehr von sich oder von dem, was er für wahr und richtig hält, überzeugt ist, kann zu der falschen Auffassung gelangen, dass so etwas wie Regeln oder Gesetze, ethische oder rechtliche Standards nur für die anderen gelten, jedoch aufgrund der überragenden Bedeutung der eigenen Person oder Mission nicht für ihn selbst. Ansprüche an andere stellen und sie nicht einhalten, ›Wasser predigen und Wein trinken‹, bezeichnet eine Doppelmoral, von der es kein weiter Schritt zu einer Beanspruchung eines angeblichen Ausnahmezustandes mit entsprechendem Notrecht ist (aus dem rechten Spektrum gerne unter Berufung auf Art 20 Abs. 4 des Grundgesetzes). Typische Äußerungen: »In einer außergewöhnlichen Situation sind außergewöhnliche Mittel erlaubt.« ? »Es geht um nichts weniger, als um die Rettung von XY! Es gibt hier ein Notrecht …« ? »Wo gehobelt wird, fallen Späne!« ? »Der Zweck heiligt die Mittel!« ? »Dem Reinen ist alles rein!« ? »Wenn man unsere Werte retten will, muss man auch mal härter hinlangen.«

Diese Taktik kann man offen als Doppelmoral entlarven und kritisieren und z. B. klarstellen: »Sie haben weder über einen Ausnahmezustand zu entscheiden, noch sich dabei besondere Rechte einzuräumen.«

 

4. Sich selbst widersprechen

Es ist sinnlos, mit jemandem zu diskutieren (oder auskommen zu wollen), der das, was er sagt, nicht tut, und noch mehr: durch das, was er tut, widerlegt.
Ein Selbstwiderspruch ist: »Ich sage jetzt nichts.« Denn dieser Satz wurde gesagt: man kann nicht etwas und zugleich nichts sagen. In weniger logisch-strenger Form treten solche Widersprüche alltäglich und auch in der politischen Auseinandersetzung auf, zum Beispiel, wenn Populisten sagen: »Wir wollen die Demokratie wiederherstellen!« und zugleich anti-demokratische Mittel dafür vorschlagen, oder behaupten »Wir vertreten das Volk.« und gleichzeitig einzelne Menschengruppen aus diesem Volk ausschließen.

 

5. „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“

Eine beliebte Einleitung, die so tut, als dürfe man seine Meinung eigentlich nicht sagen oder es traue sich sonst niemand, seine Meinung zu sagen. Dem kann man entgegnen: »Natürlich darf man das sagen, wie kommen Sie darauf, dass es nicht so wäre? Aber Sie dürfen nicht erwarten, dass Ihnen alle zustimmen!« Natürlich gibt es Dinge, die man nicht sagen darf (siehe oben »Angriffe auf die Person«). Wenn gegen Logik, Fairness, Wahrhaftigkeit oder Gesetz verstoßen wird, darf man auch beherzt entgegnen: »Tatsächlich, das, was Sie gerade sagen, darf man nicht sagen, und zwar weil …«

»… aber das darf man hier ja nicht sagen.«
»Richtig! Das ist rassistisch/unanständig/hetzerisch,
deshalb darf man das nicht sagen.«

 

6. Die (laute/schweigende) Mehrheit hat Recht

Ebenso wenig wie die ständige Wiederholung desselben ist auch die Zahl der Anhänger/innen oder zustimmenden Äußerungen kein Argument ? auch wenn dies in den sozialen Medien durch ›Liken‹ und ›Teilen‹ eine besondere Dynamik erzeugen kann. Wo in einer Versammlung zufällig oder geplant eine größere Zahl von Anwesenden eine Meinung gemeinsam kundtut oder womöglich Menschen, die eine andere Meinung haben, unter Druck zu setzen oder einzuschüchtern versucht, kann man entgegnen: »Nur weil hier im Saal mehrere Teilnehmer diese Meinungen vertreten, ist sie nicht automatisch richtig.«

»Merken Sie nicht, dass viele hier das so sehen?«
»Nur weil das hier mehrere sagen, wird es nicht richtig.«

Wo nicht zu erkennen ist, dass man die Mehrheit hinter sich hat, kann man dies damit erklären, dass diese »schweigende Mehrheit« genauso denke, sich aber aus geheimnisvollen Gründen nicht äußern könne oder dürfe: »Ich bin sicher, dass ganz viele hier meiner Meinung sind … Von vielen, die sich nicht trauen, dies offen zu sagen, habe ich gehört …« Dem kann man entgegnen: »Nur weil ihre Position keine Mehrheit hat, gibt es nicht eine ›schweigende Mehrheit‹, die sich nicht traut, ihre Meinung zu sagen, sondern einfach keine Mehrheit. Sie tun so, als ob viele Ihnen zustimmen, aber das ist doch gar nicht so.«

»Die schweigende Mehrheit denkt genau so.«
»Das ist reine Fantasie. Dafür gibt es keinen Anhaltspunkt.«

 

7. Geschlossenes Weltbild
»Es ist klar, dass Sie mich angreifen, denn Sie können gar nicht anders, weil Sie die Wahrheit nicht erkannt haben/kennen wollen …« oder »weil Sie sowieso ein falsches Denken haben …“ oder »weil uns prophezeit wurde, dass wir hart geprüft werden …« Wenn sich jemand so in seinem Weltbild verschanzt hat, wird jede Kritik nur als Bestätigung verstanden im Sinn von »Ich muss jetzt ganz stark sein, der andere will mich verführen, von der Wahrheit abzufallen.«. Dagegen ist nicht anzukommen, und das kann man dann auch sagen: »Wenn Sie sowieso schon sicher sind, die Wahrheit gepachtet zu haben, frage ich mich, wozu wir hier eigentlich diskutieren.«, oder »Was müsste ich denn tun/sagen, damit Sie bereit wären, wirklich mit mir zu diskutieren?«

Gefährlich und exzessiv wird diese fundamentalistische Haltung auch deshalb, weil alle Meinungen und Positionen, die nicht das fundamentalistische Weltbild teilen, automatisch zu Gegnern bzw. Feinden werden (siehe auch »Falsche Alternativen«). Es kommt also automatisch zu einem Wertungsexzess, bei dem beispielsweise die Forderung nach Nichtdiskriminierung von Frauen nur als Unterdrückung der Männer, oder die Anerkennung von marktwirtschaftlichen Sachverhalten als brutaler und rücksichtsloser Neoliberalismus verstanden werden kann. Irgendwann fühlen solche Menschen sich dann in ihrer argumentativen Wagenburg nur noch von Feinden umzingelt.

 

8. Sich zum heldenhaften bzw. tragischen Opfer machen

Ein beliebter Trick ist, sich zu einem Opfer zu machen, denn man steht besser da, wenn man statt einfach Unrecht zu haben, sich als Opfer von Unterdrückung inszenieren kann, z. B. »Hier kann man sowieso nicht mehr seine Meinung sagen!« oder »Hier sind sowieso alle gegen mich!« oder »Ich bekomme in den gleichgeschalteten Medien ja sowieso keine Chance, meine Ansichten angemessen auszuführen.«

Hier kann man auf diese Selbstinszenierung hinweisen und entgegnen: »Doch, genau jetzt haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu sagen. Hören Sie auf, sich selbst zu bemitleiden!« oder »Doch, Sie bekommen die Möglichkeit, aber Sie bekommen nicht unendlich Zeit. Sie müssen jetzt mal echte Argumente bringen!« Man kann sich im Zusammenhang geschlossener Weltbilder als unverstandener ›tragischer Held‹ ganz bequem einrichten, womöglich noch unter Verweis auf berühmte Vorbilder: »Jesus wurde auch nicht verstanden.«

 

9. Angriffe auf die Person und »Hate speech«

»Gerade Sie können mal ganz ruhig sein …« oder »Sie haben ja gar keine Kinder, Sie können sich zu Familienthemen gar nicht äußern.« oder »Bei einem, der aus XY kommt, weiß man ja schon Bescheid.« oder »Wer schon so aussieht …«, »Sie als Blondine« oder »Sie als sogenannter Akademiker …« oder »Sie als Vertreter der Lügenpresse/Missbrauchssekte/linksversiffter Intellektueller/Volksverräter …« oder »Stimmt es eigentlich, dass Sie gern mal ein Glas Wein trinken … ?« oder »Flüchtlinge saugen uns aus (wie Ungeziefer)!« oder »Du Schwein!« oder »Sie sind ja krank!« oder »Hören Sie, junger Mann!«

»Klar, Sie als Single/Gutmensch/Pope … «
»Es geht hier nicht um mich, sondern um das Thema …«

Bei solchen Sätzen geht es darum, eine Meinung zu entkräften oder ein Argument zu widerlegen, indem die Person oder ihre Institution attackiert und als unglaubwürdig diffamiert wird. Hierher gehören alle Formen der mehr oder weniger unter die Gürtellinie zielenden Diffamierung, Herabwürdigung, Beleidigung, der Verleumdung, üblen Nachrede und »hate speech«, die darauf ausgerichtet sind, den Ruf einer Person zu schädigen oder sie unglaubwürdig zu machen. Alte propagandistische Erfahrung sagt: Wenn man jemand nur lange und intensiv mit Dreck bewirft oder in Verruf bringt, bleibt schon etwas hängen.

Hierher gehört es auch, Menschen als kollektive »Masse« zu anonymisieren, zum Beispiel auch mit Bildern einer »Flut«, »Welle«, »Invasion«, »Lawine«. Erwidern kann man zum Beispiel: »Es geht hier nicht um mich/XY, sondern um das Thema/die Frage …«.

»… Flüchtlingsinvasion … Flüchtlingswelle …«
»Invasion/Welle ist der falsche Begriff. Wir sprechen hier von 750.000 Asylanträgen in 2016 und bisher 90.000 in diesem Jahr.«

Im Fall von grob unfairem und beleidigendem Verhalten muss man unmittelbar unterbrechen: »Stop! Sie haben mich eben beleidigt. Das geht so nicht, wenn Sie hier beleidigen, können Sie nicht weiter an der Diskussion teilnehmen.« Solche grob unfairen Verhaltensweisen darf man nicht durchgehen lassen, weil sie eine zielführende Diskussion unmöglich machen und Menschen gegeneinander aufhetzen.

Ein besonderer Fall des Angriffs auf die Person besteht darin, ihre Argumente dadurch zu diskreditieren, dass sie (auch) von sozial geächteten Personen oder Gruppen vertreten wurden oder werden, z. B. »Man muss ja wissen, dass Kinderkrippen in der DDR sehr verbreitet waren.« Oder: »Papst Johannes Paul II. hat den Kapitalismus kritisiert. Das war doch der Papst, unter dem es die ganzen Fälle von Kindesmissbrauch gegeben hat.«

 

10. Ablenkung und »Whataboutism«

Ein beliebtes Ablenkungsmanöver (gerne auch in Verbindung mit dem Versuch, die Person zu diffamieren und in schlechtes Licht zu rücken) besteht darin, ein ganz anderes und für den anderen unangenehmes Thema anzusprechen und den Anspruch (und Vorwurf) damit zu verbinden, man könne sich gar nicht zum ersten Thema äußern, solange man nichts zu diesem anderen Thema gesagt habe (oder man sei ungeeignet, sich überhaupt zum ersten Thema zu äußern, weil es das zweite Thema gibt), etwa so: »Sie als Kirchenmann! Was ist übrigens [engl. »What about«] mit der Hexenverbrennung? Sagen Sie dazu mal was!« Oder: »Die Kirche sollte sich lieber erst mal um ihre Probleme kümmern, bevor sie sich in andere Angelegenheiten einmischt!« Oder: »Wenn Sie über Rechtspopulismus sprechen wollen, warum sprechen Sie dann nicht auch über Linkspopulismus?«

Dem kann man entgegnen: »Das ist ein sehr interessantes Thema, aber jetzt sprechen wir gerade über …« Oder: »Gerne können wir einen Diskussionsabend über die Probleme der Kirche veranstalten, heute geht es aber um …«

Ähnlich funktioniert das Argument, eine vorgeworfene Meinung oder Handlung dadurch zu verteidigen, dass auch andere diese Meinung geäußert hätten oder sich so verhalten hätten. Ein Fehlverhalten soll mit Hinweis auf anderes Fehlverhalten legitimiert werden. »XY hat genau so Z gemacht.«, z. B.: »Die Kirche hat auch Dreck am Stecken.« Oder: »Die Annexion der Krim mag völkerrechtswidrig sein. Aber der Westen hat auf dem Balkan auch Völkerrecht gebrochen.« Oder: »Du brauchst mir nichts von Ökologie erzählen, du fliegst ja selbst mit dem Flugzeug.« Aber: »Nur weil XY auch Z gemacht hat, wird es nicht richtiger!«

»Die Kirche hat auch Dreck am Stecken.«
»Darüber können wir gern ein andermal diskutieren.
Heute geht es um …«

Ein anderes Ablenkungsmanöver besteht darin, ein Argument zu bestreiten, indem man auf etwas verweist, um das es gar nicht ging, z. B. wenn die Behauptung: »Es gibt keine gebildeten Flüchtlinge.« mit Zahlen widerlegt wird, zu entgegnen: »Aber es gibt sehr wenige Flüchtlinge mit Doktortitel.« Oder wenn Sie auf die Aussage »Der Feinstaub muss durch Fahrverbote bekämpft werden.« erwidern: »Aber der Autoverkehr trägt nur 9% zum Feinstaub bei.« und dann argumentiert wird: »Aber weniger Autos sind trotzdem besser.«

Es gibt tausend schöne Möglichkeiten, eine Diskussion abzulenken oder umzulenken, zum Beispiel auch so: »Sagen Sie jetzt mal was zu XY …«, oder: »Zu Z haben Sie noch gar nichts gesagt, und Sie wissen auch genau, warum. Dazu wollen/können/dürfen Sie ja nichts sagen …« Darauf kann man erwidern: »Zu XY oder Z nichts gesagt, weil es nicht unser Thema ist.«

»Zu … haben Sie noch gar nichts gesagt,
und Sie wissen auch genau, warum.
Dazu wollen/können/dürfen Sie ja nichts sagen …«
»Dazu habe ich nichts gesagt, weil es nicht unser Thema ist.«

 

11. Verunsichern durch abseitige Gegenfragen

Wenn man selbst keine guten Argumente hat, kann man wenigstens den Diskussionspartner aus dem Konzept bringen, verunsichern oder in Zugzwang bringen, zum Beispiel durch Gegenfragen, die der/die andere nur aufwendig oder gar nicht beantworten kann: »Erklären Sie doch erst einmal, was sie unter XY verstehen!« oder »Und wie stehen Sie zur Theorie von XY?« oder »Haben Sie den Artikel von XY vor zwei Jahren in der Zeitschrift Z gelesen? Nein, dann frage ich mich, wie Sie sich hier überhaupt äußern können.«

»Haben Sie den Artikel in … gelesen? Nein?
Dann frage ich mich, wie Sie sich hier überhaupt äußern können.«
»Sicher können Sie den Artikel in einem Satz zusammenfassen.«

Falls man kurz und knackig antworten kann ? warum nicht? Ansonsten sich nicht verunsichern lassen: Wir sind hier nicht in einer Prüfung! »Nein, das habe ich nicht gelesen. Aber Sie haben meine Argumente gehört, gehen Sie doch darauf ein!« Wenn man möchte, kann man gegenfragen: »Aber wenn Sie so gut informiert sind, können Sie uns die wesentlichen Punkte in einem Satz zusammenfassen?«

Eine andere Strategie, die Schwäche eigener Behauptungen zu vertuschen, besteht darin, den Spieß umzudrehen und vom Gegenüber den Gegenbeweis zu verlangen, im Sinn von: »Woher wollen Sie eigentlich wissen, dass es keine Aliens gibt?« Wenn Sie es nicht schaffen, den Gegenbeweis zu liefern, scheint dies ein Beleg zu sein, dass der andere recht hat. Das ist natürlich nicht der Fall. Darauf muss man nicht eingehen: »Darum geht es nicht, sondern darum, dass Sie behaupten, dass es Aliens gibt.«

 

12. Falsche Autorität

Argumente müssen aus sich selbst überzeugen und nicht, indem ihnen zusätzliches »Gewicht« gegeben wird: »In einer wissenschaftlichen Studie wurde festgestellt …« oder »Der Nobelpreisträger XY hat gesagt …» oder »n der Bibel steht …« oder »Im Internet habe ich gelesen …« Das müsste man überprüfen: Ist die Informationsquelle seriös? Ist das eine renommierte Studie? Ist der »Experte« überhaupt anerkannt im Blick auf das Thema, um das es geht, oder ist er Experte für etwas ganz anderes, oder nur Pseudo-Experte? Wird die Bibel falsch und missbräuchlich interpretiert? Autoritäten haben nicht recht, weil sie Autoritäten sind, sondern sie sind Autoritäten, wenn und weil sie recht haben.

Hierher gehört auch die Selbstinszenierung durch Wichtigtuerei oder vermeintliches Expertentum: »Ich als erfahrene Führungskraft …« oder »Ich bin seit dreißig Jahren im Vorstand und kann Ihnen sagen …« Klar ist, dass jeder seine Argumente durch ein starkes Auftreten verstärken kann, aber auch hier gilt: Das Argument stimmt oder stimmt nicht, egal wie erfahren, groß, stark oder wichtig die Person ist. Auch durch sprachliche Formulierungen kann der Sprecher sich Autorität zu geben versuchen: »bekanntlich …«, »im allgemeinen …«, »wie wir alle wissen …«, »es ist unbestreitbar, dass …«, »Sie werden wohl nicht bezweifeln …«, »Wir sind uns ja alle einig, dass …«

»Ich beobachte die Szene seit 20 Jahren.
Da werden Sie mir nicht erzählen wollen, dass …«
»Doch! Weil mich Ihre Argumente nicht überzeugen. /
Weil meine Beobachtungen sich nicht mit Ihren decken.«

 

13. Tradition ist kein Argument ? Innovation auch nicht

Ebenfalls gebräuchlich ist, Tradition oder Neuheit als Argument zu verwenden, z. B.: »Noch nie gab es …« oder »Bisher haben wir immer …«, oder »Früher war …«. Kann sein, dass es früher/bisher so war, das heißt aber nicht, dass es deshalb richtig ist und in Zukunft so sein muss. Genauso wenig gilt, dass, was neu ist, deshalb richtiger oder besser ist: »Nach neuesten Erkenntnissen …« oder »Ihre Ansichten sind veraltet, heute geht man davon aus …«. Darauf kann man erwidern: »Es ist nicht gesagt, dass diese Erkenntnisse richtig sind, nur weil sie neu sind.«

 

14. Falsche Verallgemeinerung

Wenn wir mehr als einmal eine schlechte Erfahrung machen, fangen wir offenbar an, unsere Meinung zu verfestigen und zu verallgemeinern, um uns für die Zukunft zu wappnen und unsere Orientierung im sozialen Miteinander zu vereinfachen. Da fallen dann Aussagen wie: »Alle XY sind doch Verbrecher!«, oder »Es geht doch immer nur gegen die XY!« oder »Noch nie hat sich jemand um XY gekümmert!« oder »Das ist doch typisch für XY!«

»Noch nie haben Christen und Muslime auf Dauer
friedlich in einem Land zusammen gelebt.«
»Von welchen Zeiträumen sprechen Sie da?
Von welchen Ländern und welchen Konflikten?«

Es gibt nur eine Verallgemeinerung, die immer stimmt: nämlich dass Verallgemeinerungen fast nie stimmen. Verlangen Sie von Ihrem Gegenüber konkrete und präzise Daten, Zahlen und Fakten. »So allgemein stimmt das nicht, und das wissen Sie!« Machen Sie nicht als spontane Reaktion den gleichen Fehler und behaupten: »Das stimmt doch gar nicht, alle XY sind wunderbare und nette Menschen!« Auch wenn Sie behaupten: »Sie haben Unrecht, denn ich kenne einen XY, der nett ist.«, wird man Ihnen vielleicht mit dem Argument entgegnen: »Der ist ja auch kein echter/typischer/richtiger XY.« Es wird eine allgemeine Behauptung aufgestellt und bei einem Gegenbeispiel dieses als Ausnahme oder nicht zugehörig erklärt.

 

15. Falsche Unterstellung

Dabei wird von einer Position eine Position abgeleitet, die möglichst eindeutig absurd, falsch oder für die Zuhörer irritierend und inakzeptabel ist: »Sie sind also für XY? Dann sind Sie natürlich auch für Z!« Oder: »Dann wollen Sie eigentlich auch Z!« Z. B. »Sie sind gegen die Schließung der Grenzen für Flüchtlinge? Dann sind Sie also dafür, dass weiterhin Hunderttausende unkontrolliert ins Land kommen, um hier terroristische Anschläge zu begehen!« Wenn Behauptungen aufgestellt werden, aus denen dann falsche Schlüsse gezogen werden sollen, kann man entgegnen: »Moment, das ist eine falsche Unterstellung. Es folgt aus XY eben gerade nicht Z. Vielmehr …«

»Sie sind gegen die Schließung der Grenzen für Flüchtlinge? Dann sind Sie also dafür, dass weiterhin Hunderttausende unkontrolliert ins Land kommen, um hier terroristische Anschläge zu begehen!«
»Moment, Sie vermischen Äpfel und Birnen. Ich bin dafür, Flüchtlinge geordnet aufzunehmen. Und Ihre Unterstellung, dass unter den Flüchtlingen massenhaft Attentäter sind, ist von der Realität widerlegt.«

 

16. Falsche Alternative

Es wird im Bezug auf ein Problem zu der favorisierten Position nur eine einfache und offenkundig schlechtere Alternative angeboten nach dem Schema: »Leben oder Tod«, »Sein oder Nichtsein«, »Weiß oder Schwarz«. Hierher gehören Aussagen wie: »Für das deutsche Volk gibt es nur eine Alternative: sich gegen die Eindringlinge zu verteidigen oder unterzugehen.« Wenn man die Voraussetzungen infrage stellt, zeigt sich meist rasch, dass es noch andere Sichtweisen oder Handlungsalternativen gibt und die Wirklichkeit viele Schattierungen hat. Das Modell der falschen Alternativen wird gerne auch zur Inszenierung des weltanschaulichen Kampfes (siehe Stimmungsmache und Geschlossenes Weltbild) verwendet. Die falsche Alternative kann auch so aufgebaut werden: Es wird eine perfekte, aber unrealistische Realität beschrieben, und dagegen alle (realistischen) Alternativen als falsch verworfen. Dieses Vorgehen kann gewählt werden, um am Ende untätig bleiben zu können (weil man die perfekte Lösung nicht erreichen kann), bzw. sich in alternativloser Trostlosigkeit einzurichten, z. B. »Politiker müssen den Menschen ihre Sorgen nehmen. Aber kein einziger Politiker tut dies. Deshalb taugen alle Politiker nichts.«

»Es gibt viel zu wenig bezahlbare Wohnungen hier. Wir müssen endlich die Grenzen dicht machen und keine Ausländer mehr rein lassen.«
»Zur Zeit ist zu wenig bezahlbarer Wohnraum verfügbar.
Aber Ihre Schlussfolgerung ist falsch.«

Eine andere falsche Alternative besteht darin, eine Alternative zu einer als mangelhaft beschriebenen Situation mit deren Mängeln zu begründen und Zustimmung über die Ablehnung dieser Situation zu erreichen, z. B. so: »Die Asylverfahren in Deutschland sind viel zu teuer und langwierig. Deshalb ist es richtig, die Grenzen zu schließen.« Oder: »Es ist doch offensichtlich, dass die Feinstaubbelastung in der Stadt zu hoch ist. Deshalb sind Fahrverbote die einzige Alternative.« Eine Möglichkeit zu antworten ist: »Ich halte Ihre Schlussfolgerung für falsch. … Außerdem ist mir Ihre Aussage, dass …, zu pauschal.«

 

17. Falsche Ableitung

Es wird versucht, Ereignisse, die nacheinander oder zur gleichen Zeit auftreten, als Ursache und Wirkung zu verkoppeln. »Nacheinander« oder »zugleich« bedeutet aber gerade nicht »weil« oder »wegen«. Solche falsche Ableitungen können etwa so formuliert werden: »Während immer mehr XY nach Deutschland kamen, trat immer häufiger Z auf.« oder »Es ist ja wohl kein Zufall, dass X passiert ist, während Y hier war.« Nachgewiesen werden muss aber, dass das Zweite tatsächlich wegen des Ersten geschehen ist und nicht nur zufällig zugleich. Gerne wird hier auch mit Statistiken gespielt und ein Zusammenhang behauptet, der jedenfalls erst zu begründen ist. Hier gilt es, zu differenzieren und nachzufragen: »Wie kommen Sie auf den Zusammenhang zwischen X und Y?« oder zu kritisieren: »Es gibt doch überhaupt keinen Zusammenhang zwischen X und Y!«

»Je mehr Flüchtlinge wir aufnehmen, umso größer wird die Terrorgefahr.«
»Wie verstehen Sie diesen Zusammenhang? Schon die Tatsache, dass die meisten Anschläge von Einheimischen verübt worden sind, spricht gegen Ihre These.«

Eine Form der falschen Ableitung schließt davon, was oder wie etwas »natürlicherweise« ist, darauf, was und wie etwas sein soll. So galt lange Zeit: »Es gibt viel mehr Wissenschaftler als Wissenschaftlerinnen, weil Männer von Natur aus intelligenter sind.« Oder: »Frauen sind schwächer als Männer, deshalb sollten sie sich nicht um politische Angelegenheiten kümmern.« Oder: »Es gibt von Natur aus höherwertige und niedrigwertige Rassen.« Oder: »Frauen können Kinder bekommen, deshalb ist natürlich [= auf Grund ihrer Natur] zu erwarten, dass Frauen Kinder bekommen.« Hier wird übersehen, dass hier gerade nicht eine »Natur an sich« herangezogen werden kann, sondern eine von menschlicher Kultur und Interpretation beeinflusste »sogenannte Natur« ins Feld geführt wird. Die Natur selbst bewertet nicht und gibt auch keine Normen vor.

Eine andere Form der falschen Ableitung schließt daraus, dass jemand von einem Ereignis (möglicherweise) profitiert hat, darauf, dass derjenige das Ereignis auch irgendwie mitverursacht haben müsse. Gerne kommt dieser Verdacht im Zusammenhang mit geschlossenen Weltbildern und Verschwörungstheorien vor, z. B. »Du bist schuld, dass ich gestolpert bin, weil du als Erster ins Ziel gekommen bist.«, oder »Die Militärindustrie steckt hinter terroristischen Anschlägen, damit sie mehr Waffen verkaufen kann.« oder »Die Klimamaßnahmen schwächen die amerikanische Wirtschaft, deshalb ist klar, dass der Klimawandel von den Chinesen erfunden wurde, um die amerikanische Wirtschaft zu schwächen.«

 

18. Falsche Kompromisse

In Diskussionen kann aus Harmoniebedürftigkeit der Wunsch nach einem einvernehmlichen und gedeihlichen Abschluss entstehen oder aber von einer Seite mit großzügiger moralischer Geste eine Einigung oder ein Kompromiss vorgeschlagen werden. Nur weil ein Vorschlag mehr oder weniger ›in der Mitte‹ zwischen den vorgetragenen Positionen liegt, wird er aber keineswegs richtiger, gemäß dem Sprichwort: »In Gefahr und größter Not, bringt der Mittelweg den Tod.« Wenn eine Position heißt »Steuern senken«, und die andere »Reiche enteignen«, dann ist deshalb nicht »Steuern erhöhen« die gute gemeinsame Lösung.

 

19. Voraussetzen, was zu beweisen wäre

Wenn das, was bewiesen werden soll, schon angenommen wird, dreht sich die Argumentation im Kreis, z. B.: »Das ist wahr, weil es in der Bibel steht. Die Bibel hat immer recht, denn sie ist Gottes Wort, und das ist wahr!«, oder »XY gehört nicht zu Deutschland, weil XY hier nichts verloren hat.« Es wird zum Beispiel nichts begründet, sondern dasselbe mit anderen Worten wiederholt, wenn gesagt wird: »Flüchtlinge sind gefährlich für Deutschland.« ? »Warum?« ? »Weil sie uns bedrohen.« Oder: »Der Islam gehört nicht zu Deutschland!« ? »Wieso das?« ? »Weil er keine deutsche Religion ist.« Darauf kann man beispielsweise erwidern: »Sie setzen ja schon voraus, was sie angeblich beweisen wollen. Warum bedrohen Flüchtlinge Deutschland oder sind für Deutschland gefährlich?«

 

20. So lange dasselbe wiederholen, bis keiner mehr widerspricht

Etwas ständig zu wiederholen, zielt darauf, es als immer selbstverständlicher zu etablieren und zu verbreiten und sich dadurch bestätigen lassen, dass es andere wiederum verbreiten und nachbeten. Wer so vorgeht, ist entweder einfach stur und verweigert sich, andere Argumente zur Kenntnis zu nehmen, oder er hofft darauf, dass seine Kritiker irgendwann ermüden und es leid sind, zu korrigieren.

Besonders in den Sozialen Medien und durch den Einsatz von Social Bots, falschen Accounts, die massenhaft Nachrichten verbreiten oder teilen, kann sich dies als gefährlich erweisen. Aber auch in Diskussionen sind Teilnehmer/innen anstrengend, die stur auf ihrer Meinung bestehen und diese, ohne auf Gegenargumente einzugehen, immer wieder und immer in anderer Form zum Besten geben: »XY ist Z.«, »Trotzdem ist XY Z«, »Aber XY ist Z.« Man kann entgegnen: »Nur weil Sie ständig dasselbe wiederholen, wird es nicht richtiger. Wir haben Ihr Argument nun verstanden, Sie haben es auch schon mehrfach wiederholt. Warum nehmen Sie nicht zur Kenntnis, dass …«

»Das ist wahr, weil es in der Bibel steht. Die Bibel hat immer recht,
denn sie ist Gottes Wort, und das ist wahr!«
»Das sagt noch nichts darüber aus, wie zu verstehen ist,
was in Bibel steht.«

Gefährlich ist die Taktik der ständigen Wiederholung in Kombination mit anderen zuvor genannten Tricks und Taktiken, weil auf diese Weise falsche Argumente oder Wertungen, Diffamierungen und Urteile eingespurt werden. Wenn es beispielsweise immer üblicher wird, die Medien als »Lügenpresse« zu beschimpfen, Verschwörungsgeschichten weiterzuerzählen o. ä., ohne dass widersprochen wird, erhalten solche Wertungen eine Plausibilität allein dadurch, dass sie ständig und selbstverständlich wiederholt werden.

Text: Msgr. Dr. Christian Hermes, Stuttgart
Grafiken: Cäcilia Branz

Linktipps

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Mit seinen Strategien wickelt »der kleine Populist« seine Zuhörenden ein und versucht, sie auf seine Seite zu ziehen. Der Bremer Jugendring hat sich seine Machenschaften und seine Welt mal genauer angeschaut. Unterhaltsam und aufschlussreich!

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Fakenews, Hate speech, Islamkritik, Flüchtlingsdebatte, Antisemitismus … Die Amadeo-Antonio-Stiftung beschreibt menschenfeindliche Strategien und wie man dagegen angehen kann.

• Argumentationsstrategien – von ver.di-Jugend

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