Veranstaltung – Gesprächsabend für besorgte Bürger

Was mir Sorgen macht …
Ein Gesprächsabend für besorgte Bürger

Viel war von »besorgten Bürgern« die Rede. Nicht selten wurden diese von politischen Protestbewegungen wie »Pegida« und der AfD instrumentalisiert. Wie sieht es in unserem Ort, in unserer Stadt aus? Wo drückt hier der Schuh? Das Stadtdekanat Stuttgart wollte es wissen und hat am 23. Mai 2017 zu einem »Gesprächsbend für besorgte Bürger« eingeladen. Stadtdekan Christian Hermes erläutert das Konzept.

Kirche ergreift das Wort, wo Hass und Spaltung in der Gesellschaft geschürt werden. Und sie hört zu und will um die Sorgen der ›ganz normalen‹ Menschen wissen und mithelfen, diese Sorgen und ihre Ursachen in einer seriösen und konstruktiven Weise anzugehen. Sie hat besonders die Stimme derer zu hören, die sich gesellschaftlich nicht lautstark und wirkungsvoll bemerkbar machen können. Die »offene Gesellschaft« des Grundgesetzes lebt genau davon: dass Bürger/innen sich artikulieren, einander zuhören, ins Gespräch kommen und alleine oder in Organisationen, Kirchen, Verbänden und Parteien ihre Vorstellungen in die gesellschaftliche Diskussion einbringen zum Wohl des Gemeinwesens.

Was ist das Ziel?
Es soll und kann nicht darum gehen, Lösungen und Antworten auf alle Sorgen und Anfragen aus dem Ärmel zu schütteln, sondern diesen überhaupt erst eine Stimme zu geben und einzuüben, wie wir darüber in fairer und zielführender Weise sprechen können. Ein Problem, das identifiziert und artikuliert werden kann, verursacht weniger Angst als eine ungreifbare und undurchsichtige Sorge. In einem zweiten Schritt werden dann Anregungen gesammelt, was wir selbst tun können und wollen, um eine Sorge besser zu bewältigen oder auszuräumen, und was die Kirche hierzu beitragen kann.

Was sind die Themen?
Der Gesprächsabend konzentriert sich auf zwei Themenbereiche, die die Teilnehmenden selbst als vordringlich auswählen. Sollte diese Gesprächsgelegenheit angenommen werden, können Folgeveranstaltungen angeboten werden, bei denen an diesen oder anderen Themen weitergearbeitet werden kann.

Wie sieht der Rahmen aus?
Aus Sicherheitsgründen und um eine faire Diskussionskultur sicherzustellen ist bei der Anmeldung der vollständige Name und Wohnort anzugeben. Gegebenenfalls wird ein Sicherheitsdienst eingeschaltet. Anmelden können sich nur Einzelpersonen; die Anmeldung von organisierten Gruppen, Organisationen oder Parteien ist nicht möglich. Parteipolitische oder den Veranstaltungsablauf störende Meinungskundgebungen sind nicht gestattet und werden nach Ermahnung mit Saalverweis geahndet. Der Eintritt ist frei. Zu der öffentlichen Veranstaltung, über die die eigene Öffentlichkeitsarbeit berichtet, ist auch die Presse eingeladen.

Msgr. Dr. Christian Hermes, Stuttgart