Aalen

Öffentliche Mittagspause „Farbe bekennen“ am 23. Mai – Geburtstag des Grundgesetzes ab 11.55 Uhr am Haus der Katholischen Kirche, Weidenfelder Str. 12 in Aalen

  • Farbe bekenne in Aalen

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ oder „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich“. Diese Rechte sichert das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland seit 68 Jahren.

Rund 60 Frauen und Männer haben am vergangenen Dienstag den Tag des Grundgesetzes am Haus der Katholischen Kirche gefeiert.

Für das Grundgesetz einstehen und sich zu den dort verankerten Werten bekennen – das haben die BesucherInnen der öffentlichen Mittagspause vor dem Haus der Katholischen Kirche getan. Am 23. Mai 1949 ist das Grundgesetz verabschiedet worden und hat eine neue Ordnung des Zusammenlebens geschrieben.

Das Grundgesetz geht nicht in “Ruhestand”

„Wir gehen mit 68 Jahren in den Ruhestand, unser Grundgesetz noch lange nicht“, sagt Dekanatsreferent Tobias Kriegisch bei der Begrüßung der Interessierten zur Mittagszeit, zu denen auch Sozialbürgermeister Karl-Heinz Ehrmann gehört. In dem von ihm vorgetragenen Artikel 6 geht es um den Schutz von Ehe und Familie. „Die Väter des Grundgesetzes können stolz darauf sein“, bestätigt Ehrmann.

Im gesellschaftlichen Dialog bleiben
Der Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Ostalb, Wilfred Nann, widmet sich in seinen Ausführungen der Freiheit des Glaubens in Artikel 4. Für ihn sei dieser Artikel besonders wichtig. „Wir müssen im gesellschaftlichen Dialog miteinander bleiben“, so Nann. Er freue sich über die Basis im Grundgesetz.

Die Würde nicht verlieren
Um die Würde des Menschen und deren Teilbarkeit drehen sich die Gedanken von Dekanatsreferent Martin Keßler. Er bezieht sich auf die schwere Lage der Langzeitarbeitslosen, die in der Gruppe „SubKultan“ innerhalb der Betriebsseelsorge einen Halt gefunden haben. „Wir dürfen unsere Würde nicht verlieren“, führt Keßler aus. Die Aktionen von SubKultan wirkten dabei unterstützend. Momentan arbeiten die Männer und Frauen gemeinsam mit dem Steinheimer Künstler Albrecht P. Briz an einem begehbaren Labyrinth vor dem Haus der Kirche.

Niemand darf wegen seine Abstammung benachteiligt werden
Besonders eindrücklich zeigt sich das Verlesen des Artikels 3 des Grundgesetzes. Ein Sprachkurs aus dem c-Punkt der Caritas mit Lehrerin Lena Bast spricht gemeinsam und voller Überzeugung: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens…benachteiligt oder bevorzugt werden.“

“Demokraten-Suppe”
Die öffentliche Mittagspause, zu der passend Laugengebäck in Paragraphen-Form und zwei verschiedene Sorten „Demokraten-Suppe“ kredenzt wurden, fand innerhalb der Aktion „Farbe bekennen“ statt. Ähnliche Aktionen gab es in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Heilbronn, Ravensburg, Ulm und Singen.

(Pressetext und Bild:  Sibylle Schwenk)

 

Ihr Ansprechpartner in Aalen:

Martin Keßler
Katholisches Dekanat Ostalb
Tel.: 07361 59010
E-Mail: martin.kessler@drs.de